Wann sollte man in Psychotherapie gehen?

Soll ICH in Psychotherapie gehen?

Ist Psychotherapie das Richtige für mich?

 

Wenn Sie sich diese Fragen stellen, ist es schon ein Hinweis darauf, letztere zwei mit Ja beantworten zu können. Ihr Leidensdruck ist zu diesem Zeitpunkt schon entsprechend hoch und beschäftigt Sie womöglich schon eine ganze Weile. Vielleicht hadern Sie schon länger damit, sich professionelle Hilfe zu suchen, haben schon einiges versucht, um selbst einen Ausweg zu finden, waren zuversichtlich und hatten dann doch wieder den frustrierenden Eindruck kein Stück weiter gekommen zu sein.

 

Trotz des anhaltenden Leidensdrucks melden sich womöglich immer wieder Zweifel und auch Ängste:

Vielleicht schaff ich es doch alleine... Ich brauch das nicht… Ich bin doch nicht krank… Anderen geht es viel schlechter als mir… Ich MUSS es alleine schaffen… Das kann doch nicht so schwer sein… Wer weiß, was dort passiert… Die können mir ja auch nicht helfen…

 

Wie auch immer Ihre persönliche Problemlage beschaffen ist, wenn Sie Ihre Freude und Teilnahme am eigenen Leben einschränkt, ist dies Grund genug weitere Schritte zu setzen.

Für einige Zeit professionelle Hilfe wie jene der Psychotherapie in Anspruch zu nehmen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern bedeutet, sich selbst ernst und wichtig zu nehmen und aktiv etwas an der eigenen Situation verbessern zu wollen.

 

Es braucht jedenfalls Mut diesen Schritt zu tun. Sich einer fremden Person in seinen verletzlichsten Seiten anzuvertrauen ist mit Sicherheit keine leichte Sache. PsychotherapeutInnen wissen um die besondere Sensibilität, die hier gefordert ist und sind bemüht, eine Atmosphäre zu schaffen, in welcher Sie Ihre Gedanken und Gefühle ohne Angst vor Bewertung oder Verurteilung äußern können.

 

Warten Sie nicht, bis es Ihnen noch schlechter geht, weil Sie glauben erst dann die Berechtigung zu haben, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Der richtige Zeitpunkt ist der, in dem Sie sich Hilfe wünschen.

Psychotherapie bietet Ihnen die Gelegenheit, neue Perspektiven zu entwickeln und konstruktive Veränderungen zu bewirken, indem Sie es wagen, sich selbst besser kennen zu lernen.

oder auch wenn Sie sich in einer der folgenden Aussagen wiederfinden:

Ich fühle mich oft sehr traurig und niedergeschlagen und weiß nicht, warum

Immer wieder bin ich Opfer meiner Emotionen und kann sie nicht kontrollieren

Manchmal denke ich, das Leben hat keinen Sinn mehr und es wäre alles einfacher, wenn ich nicht mehr da wäre

Ich fühle mich häufig unruhig und ängstlich

Ich kann meine Gedanken einfach nicht abschalten

Ich fühle eine quälende Leere in mir

Ich komme mit anderen Menschen einfach nicht zurecht und gerate immer wieder in Konflikte

Ich verletze mich selbst mit meinem Verhalten (psychisch und/oder körperlich) und will damit aufhören

Ich durchlebe ein wiederkehrendes Auf und Ab von Phasen, in denen ich mich voller Energie und extrem gut gelaunt fühle und lande danach wieder in einem Tief von Traurigkeit und mangelndem Antrieb

Ich habe das Gefühl nicht wirklich ich selbst sein zu können

Manchmal denke ich, das Leben hat keinen Sinn mehr und es wäre alles einfacher, wenn ich nicht mehr da wäre

Die konkreten Gründe in Psychotherapie zu gehen, können unterschiedlich sein:

Selbstwertproblematiken

Angst und Panikattacken

Burnout und Erschöpfungszustände

Chronische Überforderung

Depression bzw. Zustände anhaltender Traurigkeit und Lustlosigkeit

Bipolare Erkrankung

Essstörungen

Persönlichkeitsstörungen

Beziehungsprobleme, belastende familiäre Konflikte

Bewältigung von belastenden Ereignissen, wie Verlust, Krankheit, Trauer und traumatischen Erfahrungen

Schlafstörungen und Albträume

Identitätsfindung

Psychosomatische Erkrankungen

Sucht

Zwanghaftes Verhalten und sich aufdrängende Gedanken

Schizophrene Erkrankungen

Dies alles sind nur einige Beispiele. Unsere Gefühls- und Problemwelt ist so vielfältig wie die Menschen selbst.

Um Psychotherapie in Anspruch zu nehmen, muss keineswegs eine diagnostizierte psychische Erkrankung vorliegen. Vielleicht haben Sie manche Begriffe zu Krankheitsbildern (wie Borderline, Bulimie, Depression, manisch-depressiv, schizophren) schon im Internet recherchiert und finden sich in den Beschreibungen nicht hundertprozentig wieder. Das ist auch nicht notwendig. Orientierungspunkt für Sie und mich ist, dass Sie eine emotionale Belastung empfinden, die so groß ist, dass Sie sie allein nicht mehr bewältigen können und, dass Sie etwas verändern wollen.

Umgekehrt müssen Sie psychiatrische Diagnosen nicht erschrecken. Mittlerweile weiß man, dass viele Menschen im Laufe ihres Lebens über einen kürzeren oder längeren Zeitraum an krankheitswertigen Symptomen leiden oder eine Krise durchleben. Selbstverständlich sind Sie auch mit einer diagnostizierten psychischen Erkrankung bei mir in der Praxis willkommen.

Die personzentrierte Psychotherapie basiert auf einem Menschenbild abseits der üblichen Kategorisierung in Störungs- bzw. Krankheitsbilder und ist daher bei allen psychischen Problemlagen anwendbar.

Im Fokus stehen das Individuum und die Förderung seiner persönlichen Entwicklung in Richtung seelische Gesundheit und Wohlbefinden.

Das erforschte Wissen über psychische Erkrankungen ist allenfalls bei der psychotherapeutischen Behandlung zu berücksichtigen, jedoch sind Menschen wesentlich facettenreicher als einzelne Störungsbilder bzw. Diagnosen. Im wirklichen Verstehen der einzelnen Person, ihrer individuellen Beschaffenheit und ihren Bedürfnissen, liegt die eigentliche Herausforderung.

Psychische Erkrankungen und psychiatrische Diagnosen

Laut gesetzlichen Definitionen ist Psychotherapie ein, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes, eigenständiges Heilverfahren im Gesundheitswesen zur Behandlung von psychischen Erkrankungen und Leidenszuständen. Sie hat das Ziel, seelisches Leid zu heilen oder zu verringern und die persönliche Weiterentwicklung und Gesundheit der betreffenden Person zu fördern.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese besondere Arbeitsbeziehung zu gestalten, welche sich in einer Reihe unterschiedlicher Therapierichtungen bzw. Methoden manifestieren.

 

Ich selbst arbeite nach der Methode der personzentrierten Psychotherapie. Diese zählt zu den sogenannten humanistischen Therapieformen und ist eine wissenschaftlich fundierte und anerkannte Psychotherapiemethode.

Was ist Psychotherapie?

Lesen Sie unter dem Menüpunkt Methode mehr darüber, was Sie bei mir erwartet...